
Ziel des Projektes VitaBIT ist die Entwicklung einer offenen, äußerst sicheren IT-Plattform, die zur Unterstützung für die Übertragung und den Zugriff auf Patientendaten genutzt werden soll. Mit dieser Plattform sollen auch noch weitere Anwendungskomponenten ermöglicht werden, wie zum Beispiel die Regelung von Datenzugriffen, die Navigation des Pflegepersonals oder das Anlegen von Kundenprofilen. Basierend auf dieser IT-Plattform sollen Allianzen zwischen Seniorenzentren, Krankenhäusern, Rehaeinrichtungen, Arztpraxen und sonstigen Einrichtungen, die im Gesundheitswesen tätig sind, entstehen. Die verschiedenen Einrichtungen sollen untereinander über die Plattform vernetzt werden, um somit die Patienten höchst effizient versorgen zu können.
Im Mittelpunkt der IT-Lösung steht ein mobiles Sanitätsphone, das in gewisser Weise einem Handy ähnlich sieht und mit einem digitalen Stift die Daten erfasst. Das Sanitätsphone verfügt über ein größeres Display über das per Touchscreen Informationen eingegeben werden können und Bilder verschickt werden können.
Das Projekt wird im Rahmen des Förderschwerpunktes SimoBIT durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) öffentlich gefördert. VitaBIT ist dabei eines von zwölf Projekten, das aus rund 100 eingereichten Projektvorschlägen für die Förderung ausgewählt wurde.
Eine wichtige Voraussetzung für sichere Zusammenarbeit unterschiedlicher Netzwerke ist eine standardisierte Sicherheitskomponente. Eine spezielle Speicherkarte (CodeMeter SD Card) soll für höchste Datensicherheit bei der Übertragung und dem Zugriff auf die Pflegedaten sorgen. Diese Speicherkarte ist ähnlich wie eine Karte in Digitalkameras und hat Schutzfunktionen, die vergleichbar sind mit einer SIM-Karte in Mobiltelefonen.
Durch den Einsatz eines digitalen Stiftes können Pflegemitarbeiter wie gewohnt Papier basierte Dokumentation vornehmen. Die hinterlegten Daten werden drahtlos über das Sanitätsphone in die Datenzentrale übertragen. Dort werden sie der elektronischen Akte zugeordnet und mit einem Zeitstempel versehen, der nicht manipuliert werden kann.
Über das Sanitätsphone hat der Pflegemitarbeiter vor Ort die Möglichkeit, sämtliche Daten des Patienten/Betreuten, während des Pflegeablaufs oder von unterwegs aus, einfach einzugeben und abzurufen. Die Daten werden in einem zentralen Rechenzentrum gespeichert, auf das nur autorisierte Personen Zugriff haben.
Die externe Verfügbarkeit der Pflegedaten birgt enorme Vorteile. Zum Beispiel könnte ein Hausarzt – wenn er dazu berechtigt wäre – in der zentralen Datenbank Blutdruckdaten aufrufen und schauen, wie es seinem Patienten momentan geht. Gehbehinderte Menschen könnten sich so den einen oder anderen Routinebesuch beim Arzt ersparen. Auch Dienstleister, wie Mahlzeitenservice oder Apotheken mit Zustelldienst könnten die Pflegeakte nutzen. Der Zugang würde, je nach Anwender, natürlich auf bestimmte Daten begrenzt sein. Der Mahlzeitenservice bekäme zum Beispiel nur Angaben zu Lieferdatum und Zusammensetzung der Kost.
Gefördert durch das
WIBU-SYSTEMS AG
Rüppurrer Straße 52-54
76137 Karlsruhe, Deutschland
Tel.: +49-721-93172-0
Fax: +49-721-93172-22
Internet: www.wibu.de
Email: vitabit@wibu.de
Der SimoBIT Kongress 2008 „Mobiles Internet – Wie sich die Arbeitswelt ändert“ stellt die Potenziale mobil integrierter Wertschöpfungsprozesse anhand der Förderprojekte sowie bereits existierender Praxisbeispiele vor. Im Fokus stehen dabei insbesondere Anwender aus kleinen und mittleren Unternehmen und Handwerksbetrieben sowie der öffentlichen Verwaltung.
Weitere Informationen finden Sie auf der SimoBit Webseite unter:
http://www.simobit.de/de/198.php
Thema des 2. Evaluationsworkshop war "Offene Plattform für sichere Anwendungen mobiler Informationsdienste in der Pflegelogistik“
Sie können Sich die Präsentation als PDF herunterzuladen.
„Der größte Vorteil von VitaBIT ist, dass die Krankenpfleger vor Ort sämtliche Daten des Betreuten einfach während des Pflegeablaufs eingeben und in einem zentralen Rechenzentrum ablegen, auf das nur autorisierte Personen Zugriff haben“, weist Wolfgang Neifer auf den Datenschutz hin, für den wiederum Wibu-Systems verantwortlich zeichnet.

„Die externe Verfügbarkeit der Pflegedaten birgt enorme Vorteile. Zum Beispiel könnte ein Hausarzt – wenn er dazu berechtigt wäre – in der zentralen Datenbank Blutdruckdaten aufrufen und schauen, wie es seinem Patienten momentan geht“, zählt W. Neifer eine denkbare Anwendungsmöglichkeit auf.
Gehbehinderte Menschen könnten sich so den einen oder anderen Routinebesuch beim Arzt ersparen. Auch Dienstleister wie Mahlzeitenservice oder Apotheken mit Zustelldienst könnten die Pflegeakte nutzen.
„Der Zugang würde je nach Anwender natürlich auf bestimmte Daten begrenzt sein. Der Mahlzeitenservice bekäme zum Beispiel nur Angaben zu Lieferdatum und Zusammensetzung der Kost“, erläutert W. Neifer.